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Die Lizenz zum Senden

Die Lizenz zum Senden

Die Welt des Urheberrechts und der Verwertungsrechte ist groß und oft undurchsichtig. Wer kennt sich schon komplett damit aus? Musikstücke sind bei der GEMA registriert, das sind aber nur die Verwertungsrechte. Das Urheberrecht liegt beim Komponisten / Autor. Dann gibt es dabei noch das Verlagsrecht und die Aufführungsrechte. Für Menschen, die das erste Mal damit konfrontiert sind ein einziger Paragraphen-Dschungel. Bei Bildern ist das ja auch nicht so leicht. Auch hier gibt es den Urheber, Verwertungsrechte, die je nach Verwendung unterschiedlich bepreist sind. Das macht auch Sinn, denn die Lizenz für eine deutschlandweite Plakat-Kampagne sollte natürlich höher vergütet werden wie die Nutzung des gleichen Bildes für das Sommerfest vom örtlichen Sportverein. Und zusätzlich gibt es bei Bildern oder Fotos noch das Recht am eigenen Bild – man sollten also von jedem Menschen, der auf dem Bild zu sehen ist eine Genehmigung einholen. Es gibt noch weitere Dinge, auf die man bei Bildern aufpassen muss, doch kommen wir nun zu den einzelnen Rechten bei Radiowerbung. Ein Radiospot besteht aus mehreren Elementen: Text, Sprecher, Musik und Soundeffekte. Und im Endeffekt auch die Komposition, also das Zusammenspiel aller Bestandteile. Aus diesen Bestandateilen setzt sich der gesamte Produktionspreis zusammen. Gleich gehen wir auf die einzelnen Bestandteile etwas genauer ein. Zuerst eines vorneweg: Im Normafall, wenn nichts anderes ausgemacht ist, dann besitzt der fertige Radiospot eine Verwertungslizenz – natürlich für das vereinbarte Ausstrahlungsgebiet – von einem Jahr. Die Gesamtlizenz ist abhängig vom Ausstrahlungsgebiet, das ist vergleichbar wie bei oben genanntem Beispiel mit dem Bild für die nationale Plakatkampagne im Gegensatz zum lokalen Sportverein. So gibt es bei uns einen Lokalspot mit allem drum und...
Mineralwasser-Musik

Mineralwasser-Musik

Wie verbindet man die Werbebotschaft mit den anderen Bestandteilen eines Radiospots so gut, dass alles eine Einheit wird? Hierzu muss einfach alles passen. Und wenn man dazu die richtigen Komponenten gefunden hat, dann ist das ein Kinderspiel. Wie schonmal erwähnt gehören ein paar Dinge einfach zusammen: Biergarten und Blasmusik zum Beispiel. Oder harte Männlichkeit und Bruce Willis. So könnte man zum Beispiel das ultimative Deo mit der Stimme von Bruce Willis und dem Sound einer hektischen Stadt bei Nacht mit Sirenen bewerben. Die Botschaft des Deos könnte dann ich folgende Richtung gehen: „Schützt zuverlässig vor Schweißgeruch – in jeder Situation!“ Beim Biergarten sieht das ähnlich aus. Man nehme eine männliche Stimme, die in bayrischem Dialekt spricht. Im Hintergrundmusik hört man Blasmusik, oder noch genauer Polka und in der Werbebotschaft geht es um das Weißwurstfrühstück am kommenden Samstag um 10 Uhr. Das passt, das gehört zusammen. So kommt die Werbebotschaft an. Doch so leicht ist es leider nicht immer. Wir standen selbst vor einer großen Herausforderung, als wir den Auftrag hatten ein Mineralwasser zu bewerben. Welche Musik passt zu Mineralwasser? Welcher Sprecher passt zu Mineralwasser? Das sind die Fragen, die wir uns gestellt haben und so leicht war das nicht. Wir waren uns nichtmal sicher, ob wir eine männliche oder eine weibliche Stimme verwenden sollten. Natürlich kann man einen Schluck trinken und dann genüsslich „aaah“ sagen. Doch das gab es schon so oft, dieses Klischee wollten wir nicht direkt bedienen. Also wurde es knifflig. Die Lösung war ein Brainstorming. Wir haben uns erst überlegt, welche Attribute zu Mineralwasser pasen. Erfrischend, prickelnd, durstlöschend, klar, gesund – das fiel uns direkt ein....
Begriffsstutzigkeit

Begriffsstutzigkeit

Begriffsstutzigkeit – ein typisch deutsches Wort, oder? Ich habe eine Weile überlegt, wie ich diesen Blogartikel nennen soll. Im Grunde geht es darum, dass wir oft vor der Herausforderung stehen, dem Kunden die verschiedenen Möglichkeiten der Radiowerbung zu erläutern. Was macht für den Kunden Sinn? Was nicht? Wie kann er trotzdem im Radio in Erscheinung treten obwohl der Spot gar nicht von ihm selber kommt? Es gibt nicht nur die Möglichkeit eines Radiospots. Es gibt auch Reminder, Allongen oder Patronate. Und diese Begriffe benötigen natürlich jedes Mal eine Erläuterung, denn im ersten Moment ist so gut wie jeder erstmal begriffsstutzig. Eines gleich zu Anfang: Es gibt für jeden Werbenden eine Möglichkeit im Radio präsent zu sein. Manchmal muss man die entsprechende Kampagne und die gewählte Werbeform nur ein wenig anpassen. Und dafür gibt es diverse Werbeformen, die ich hier einmal kurz erklären möchte. Im Grunde ist das ein kleiner FAQ-Artikel, der uns aber nahezu täglich beschäftigt. Fangen wir mit dem Klassiker an, den jeder kennt: Der Radiospot. Das ist einfach und schnell erklärt. In einem Radiospot wird das Produkt oder die Dienstleistung des Werbetreibenden beworben. Mit einem, zwei oder noch mehr Sprechern, mit Soundeffekten und mit Hintergrundmusik – ganz nach den Wünschen des Kunden. Punkt. Noch Fragen? Vermutlich nicht. Wichtig ist nur, dass man mit seinem Radiospot auch auffällt und im Gedächtnis der Hörer bleibt. Dafür gibt es unter anderem auch die Möglichkeit eines Reminders. Ein Reminder ist, einfach übersetzt, ein Erinnerer. Und genau das tut er auch. Du hast das bestimmt schonmal im Werbeblock gehört. Es folgt ein Spot, sagen wir mal von McDonalds. Anschließend folgt ein weiterer...
Die Musik passt nicht!

Die Musik passt nicht!

Biergarten und Blasmusik, Breakdance und HipHop oder Musical und Orchester – diese Begriffe gehören zusammen! Doch oftmals gibt es keine direkte Verbindung und die Suche nach der passenden Hintergrundmusik gestaltet sich schwieriger. Da wir bei jedem Layout, das wir für einen Spot erstellen, auch immer Vorschläge für die Hintergrundmusik mitschicken, stellt uns das manchmal vor eine kleine Herausforderung. Vielleicht sollte ich kurz erklären, wie wir bei einem neuen Auftrag vorgehen. Zuerst fragen wir ein paar Randdaten ab, anschließend geht es an die Textentwürfe. Dabei achten wir bereits auf Sprecher, Musik und Soundeffekte. Das heißt, wir erstellen ein komplettes Skript in dem das alles vermerkt ist. Inklusive Musikstart, wo welcher Soundeffekt hinkommt, etc. Der Grund dafür ist der, dass der Kunde sich so ein besseres Bild vom fertigen Spot machen kann, er kann ihn sich besser vorstellen. Dieses Layout schicken wir dann zur Freigabe raus und sobald die Freigabe erteilt ist gehen wir in die Produktion. Der Sprecher oder die Sprecherin sind im Normalfall kein Thema – hier suchen wir unsere Vorschläge aus, schicken sie mit und bekommen zügig eine Entscheidung. Bei den Soundeffekten gibt es ebenfalls so gut wie nie Redebedarf. Doch bei der Hintergrundmusik ist das manchmal anders. Denn welche Musik ist passend für eine Apotheke, ein Modegeschäft oder einen Friseur? Aufgrund der Layouts suchen wir natürlich passende Musik aus und schicken hier drei Vorschläge mit. Manchmal kann sich der Kunde keines der Musikstücke im Spot vorstellen. Wenn er dann ein anderes Genre nennt, dann können wir reagieren. Wenn allerdings keine richtige Antwort kommt, sondern nur etwas in die Richtung, dass er sich im Grunde gar nicht festlegen...
Alles mus raus… ähm, rein!

Alles mus raus… ähm, rein!

Das Thema in diesem Blog-Artikel liegt mir persönlich ein wenig am Herzen, denn oftmals hat man fast keinen Spielraum für Kreativität, da alles mit oft nicht wichtigen Informationen vollgestopft wird. Kennt ihr noch diese alten Radiospots aus den 90ern? Diese Spots, bei denen hinten am Ende alles wahnsinnig schnell gesprochen wurde und man fast nichts verstehen konnte? Das war sozusagen der Infopart, also die Info, wo man das Produkt kaufen kann – beziehungsweise auch gerne der Disclaimer. Also sowas wie: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Mittlerweile wird das zum Glück nicht mehr so gemacht. Doch oftmals stehen auch wir als Produktionsstudio für Radiowerbung vor einem Zeit-Problem. Alles muss rein! Und, achso, der Sendeplatz ist schon gebucht. Der Spot darf maximal 15 Sekunden lang sein. Und dann stehen wir vor dem Problem. Oftmals gibt es ein Briefing mit wahnsinnig vielen Inhalten. Zum Beispiel eine Veranstaltung für die ganze Familie, mit Hüpfburg, Torwandschießen und kulinarischen Köstlichkeiten vom Grill. Dazu noch eine Live-Band, die Abends spielt und über den Tag kann man eine Firmenbesichtigung und ein paar interaktive Überraschungen im Firmengebäude genießen. Das Ganze nennt sich Tag der offenen Tür oder Sommerfest, findet am 15.8. statt und geht von elf bis 20 Uhr an der Adresse Musterstraße 33 in Musterstadt. Wenn man sich diesen Input jetzt einfach mal anschaut, dann wird schnell klar, dass das niemals in 15 Sekunden passen kann. Wenn man sich nicht sicher ist, dann einfach mal die Stichpunkte sprechen und die Zeit stoppen. Wenn das alles hinein soll, dann sind wir sofort bei 20 Sekunden und mehr. Versteht mich nicht falsch – ich...