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Kundenwunsch: Promi-Stimme

Kundenwunsch: Promi-Stimme

Am Anfang stand die Idee – eigentlich mehrere Ideen für eine Radiokampagne, für die wir beauftragt wurden. Wir haben uns hingesetzt und haben drei verschiedene Layouts entwickelt. Das machen wir bei jedem Auftrag und jedem Kunden. Schließlich soll der Kunde aus diesen drei Motiven seinen Favoriten wählen und dieser wird produziert.

Jetzt haben wir mit einer Idee so stark gepunktet, dass der Kunde unbedingt dieses Motiv als Werbespot produziert haben wollte.

Das Problem dabei: Es sollte von einem prominenten Sprecher gesprochen werden (ich möchte in diesem Fall nicht genauer darauf eingehen, wer der Promi war). Und prominente Sprecher rufen, durch Ihre Bekanntheit, andere Lizenzgebühren ab, als nichtprominente professionelle Sprecher. Das hatten wir auch im Layout vermerkt: „Preis muss individuell angefragt werden“. Also gut, wir machten uns direkt an die Arbeit und wendeten uns an das Management. Nach kurzer Zeit hatten wir eine Antwort und ebenfalls einen Preis für die Lizenzgebühren.

Diesen Preis haben wir direkt an den Kunden weitergeleitet. Die Antwort folgte und sie klang leider nicht so gut. Der Preis war dem Kunden zu hoch – so viel Budget war nicht vorgesehen. Jetzt waren wir am Zug, denn eigentlich war das Angebot des Promis soweit in Ordnung. Wir haben hier schon ganz andere Preise gesehen. Leider funktionierte dieses Motiv, dass sich der Kunde ausgesucht hat, nur mit dieser Stimme. Doch wenn das Budget bereits ausgeschöpft ist, dann sind uns die Hände gebunden.

Außer, man macht diese prominente Stimme nach. Nur dann ist es eben nicht wirklich das Original und nur ein Abklatsch. Auch das haben wir als Option vorgeschlagen – genau mit diesen Worten. Und naja, da das Budget für diese Kampagne bereits festgesteckt war wurde unser Vorschlag angenommen. Der Spot sollte mit einer ähnlichen Stimme, also einer Stimmen-Imitation, produziert werden.

Sowas ist für uns immer eine Herausforderung, denn man muss bei der Produktion auf sehr viel mehr achten:

  1. Die Stimme muss in der Stimmfarbe ähnlich sein
  2. Bei der Regieführung muss man den Sprecher / die Sprecherin so exakt wie möglich an das Original bringen
  3. Bei der Nachbearbeitung muss man so stark in die Frequenzen einsteigen, damit die Stimme dem Original noch ähnlicher wird

Doch klar, wir stehen auf Herausforderungen! Also los geht’s, ein Sprung in unseren großen Sprecherpool.
Die Stimmen kennen wir ja mittlerweile sehr gut, daher konnten wir die Auswahl schnell auf drei Stimmen reduzieren. Anschließend haben wir die drei Stimmen, anhand der Demo-Dateien die wir von ihnen haben, schonmal nachbearbeitet. Das haben wir gemacht, um zu sehen, welche Stimme am ehesten an das Original kommt. Und nach einiger Zeit und einem offline Sprechercasting inklusive Nachbearbeitung war unsere Entscheidung gefallen.

Hürde eins schien gemeistert. Nun ging es an die Produktion und hier standen wir anschließend vor der nächsten Hürde. Doch durch gezielte Regieführung und einige Regieanweisungen haben wir das gewünschte Ergebnis erhalten. Abschließend noch die Nachbearbeitung und dann durfte das gute Stück zum Kunden. Und der war komplett zufrieden. Wir auch – zufrieden und glücklich!

Das zeigt, dass es im Grunde für jedes Problem eine Lösung gibt. Selbst, wenn die Originalstimme nicht verwendet werden darf. Das Feeling muss rüberkommen und das tut es in diesem Fall. So funktioniert das Motiv und ebenfalls die Werbebotschaft des Kunden. Sicherlich wäre die Wirkung mit der Originalstimme nochmal eine andere, doch auch so funktioniert die Kampagne.

Ich weiß, ich sagte vorhin, dass ich den Promi nicht nenne – dabei bleibe ich auch.
Das heißt aber nicht, dass ich euch den besprochenen Spot vorenthalte. Ich denke, ihr werdet erkennen um was es ging.

Vielen Dank fürs Lesen, wir hoffen, dass dir dieser kleine Einblick in unsere Arbeit gefallen hat.

Macht’s gut
das LSR-Team

 

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