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Radio ist tot, Spotify lebt!

Radio ist tot, Spotify lebt!

Eine sehr reißerische Überschrift, das gebe ich zu. Doch dazu eine Frage: Über welches Medium hörst du Musik? Nutzt du eher das Radio oder nutzt du eher Spotify oder andere Streaming-Dienste? Auch dort gibt es Werbemöglichkeiten. Darauf komme ich gleich noch zu sprechen.

In letzter Zeit höre ich oft Sätze, wie „warum produziert ihr für Radio, das ist sowieso ein sterbendes Medium. Das macht’s nicht mehr lange“. Dieses, sagen wir mal Vorurteil, möchte ich gleich aus dem Weg räumen, denn es gibt Zahlen, die das widerlegen:

  • 80% der Bevölkerung hören täglich Radio
  • 30 Millionen Menschen hören morgens Radio
  • 4 Stunden verbringt ein Hörer im Durchschnitt pro Tag mit dem Radio
  • 76% hören Radio unterwegs

Und genau das ist einer Gründe, warum Radio nicht aussterben wird. Die Hörer befinden sich meistens im Auto, auf der Arbeit, im Supermarkt, etc. Überall dort läuft hauptsächlich Radio. Zusätzlich ist Radio eine sehr schnelle Informationsquelle. Eilmeldungen werden direkt vorgelesen, man bekommt alle 30 Minuten die wichtigsten Nachrichten – bei lokalen Sendern auch die Lokalnachrichten. Man ist informiert über das Wetter, über die Verkehrslage und so weiter. Das verschafft dem Medium Radio einen guten Vorsprung bei allen Tätigkeiten „unterwegs“.

Auf Streamingdienste greifen wir zurück, wenn wir sonst nichts anderes machen wollen als Musikhören. Spotify und Co haben die CD abgelöst, nicht aber das Radio. Ich sage nicht, dass das eventuell irgendwann passieren wird, doch aktuell ist das nicht der Fall. Dennoch gibt es ebenfalls Werbung auf diesen Streamingdiensten. Zumindest dann, wenn man keinen Premiumaccount hat.

Genau diese Werbung hat einige Vorteile und man sollte sich als Werbetreibender ebenfalls mit dem Kanal Spotify befassen. Vor einiger Zeit standen wir selber vor der Herausforderung, für einen Kunden unsere erste Spotify-Kampagne zu produzieren. Hier mussten wir komplett von Neuem anfangen. Einige Erfahrungswerte konnten wir bei dieser Kampagne sammeln, die sich mittlerweile als sehr wichtig herausstellen.

Wir haben angefangen und erstmal einen Kontakt zu Spotify aufgebaut. Soweit, so gut. Anschließend haben wir nach den Mediadaten für Audiowerbung auf Spotify gefragt und diese auch direkt bekommen. Unter anderem stand folgendes darin:

  • Zielgruppengenaues Targeting durch demografische Werte

Das klingt natürlich perfekt! Ich kann meine Zielgruppe wie bei einer Social Media Anzeige definieren. Alter, Geschlecht, Wohnort – all das kann ich angeben. Das bedeutet, dass meine Werbebotschaft viel besser an meine Zielgruppe gelangt. Ich habe keinen so großen Streuverlust wie im Radio. Zusätzlich haben wir etwas von einem TKP (Tausend-Kontakte-Preis) zwischen 17 und 20€ gelesen. Also erreicht man mit 20€ ungefähr 1.000 Personen, die dabei genau in meiner Zielgruppe sind. Stark!

Das klang alles etwas zu schön um wahr zu sein, daher haben wir weiter nachgebohrt und sind an zwei Punkte geraten, die man unbedingt wissen sollte:

  1. Es gibt ein Mindestauftragsvolumen
  2. Das Alter startet ab 18 Jahren

Es gibt also ein Mindestauftragsvolumen. Schade. Man kann also nicht wie auf facebook für 20€ eine Anzeige schalten. Im Gegenteil. Das Mindestvolumen betrug 10.000€. Somit sind kleinere Firmen ja eigentlich schon raus. Das ist ein Werbebudget, das nicht jeder hat. Vor allem da es sich nur um einen Marketing-Kanal handelt. Das Ganze soll vermutlich 2020 etwas gelockert werden. Es wird dann die Online-Funktion „Spotify Ad Studio“ geben und hier kann man bereits für deutlich weniger Geld Spotify Werbung schalten. So sind zumindest unsere Informationen. Doch im Moment gilt leider noch dieses Mindestauftragsvolumen von 10k.

Zusätzlich startet das auswählbare Alter bei 18 Jahren. Das hat mittlerweile in Deutschland datenschutzrechtliche Gründe, denn auch bei einem Nicht-Premium-Account muss man ja seine Daten eingeben. Das wiederrum bedeutet, dass eine Kampagne zum Recruiting für Ausbildungsplätze auf Spotify absolut keinen Sinn macht! Die gewünschte Zielgruppe ist jung, hat vermutlich keinen Premium-Account und würde Werbung ausgestrahlt bekommen – ist aber im Prinzip auf Spotify nicht vertreten. Auch das ist natürlich schade.

Für wen diese beiden Mankos unbedeutend sind, der kann natürlich optimal mit Spotify werben. Die Werbebotschaft kommt genau bei den richtigen Personen an, wird gehört und funktioniert! Zusätzlich funktioniert das Reporting ebenfalls besser als im Radio. Denn hier kann man wirklich die Ausstrahlungen tracken – mit allen demografischen Merkmalen, die man bei seiner Zielgruppe angegeben hat.

Vielen Dank fürs Lesen, wir hoffen, dass dir dieser kleine Einblick in unsere Arbeit gefallen hat.

 

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